Ist Bitcoin ein sicherer Hafen geworden?

Veröffentlicht am : 17 September 20213 minimale Lesezeit

Derzeit erleben Kryptowährungen einen beispiellosen Boom, und Bitcoin hat sich an die Spitze gesetzt. Sie gilt inzwischen als eine Art digitales Gold, da ihr Wert ein Rekordhoch erreicht hat. Die virtuelle Währung ist jetzt fast 62.000 Dollar wert, was einem Anstieg von über 110 % seit Jahresbeginn entspricht. Unter diesen Umständen sollte man sich die Frage stellen, ob sich eine solche Verrücktheit wirklich lohnt.

Bitcoin: ein Sicherheitsnetz wie Gold

Vor kurzem hat Jerome Powell, Vorsitzender der FED, öffentlich erklärt, dass Bitcoin als Ersatz für Gold und nicht für den Dollar (der eine Währung ist) angesehen werden kann. In Wirklichkeit hat die Kryptowährung die gleichen Eigenschaften wie andere finanzielle Vermögenswerte, die als Wertaufbewahrungsmittel gelten.

Wie Diamanten, Gold, Kunst oder Briefmarken haben Bitcoins einen Geldwert und erzeugen keinen Cashflow. Wie Gold ist auch diese virtuelle Währung ein knappes und dauerhaftes Gut. Darüber hinaus bietet es eine große Portabilität und erleichtert die Transaktionen. Es ist daher nur natürlich, dass viele Anleger Bitcoin als sicheren Hafen einstufen.

Eine Anlage, die erstaunlich gut funktioniert

Trotz ihrer hohen Volatilität kann diese Kryptowährung auch als Absicherung gegen die Inflation verwendet werden. Selbst bei einer Volatilität von über 110 % im laufenden Jahr (10-mal so hoch wie bei Aktien und Gold) hat Bitcoin eine durchschnittliche Performance von 250 % pro Jahr auf dem Aktienmarkt, verglichen mit nur 15 % für den zweitbesten Index (S&P 500). Dies stellt einen erheblichen Vorteil für diejenigen dar, die das Risiko eingegangen sind, in diese Technologie zu investieren.

Da die Korrelation mit anderen Anlageklassen nahezu null ist, eignet sich diese Kryptowährung auch hervorragend zur Diversifizierung Ihrer Anlagen und Ihres Portfolios. Er verspricht eine potenzielle Absicherung im Falle eines Einbruchs der Anleihekurse oder einer Dollarabwertung.

Wie sieht es mit der Zukunft von Bitcoin aus?

Da der Bitcoin schließlich als digitales Gold zu einem Wertaufbewahrungsmittel werden kann, wird er als eigenständige Anlageklasse betrachtet. Es wird jedoch als Extremwert eingestuft, da sich seine Merkmale stark von denen herkömmlicher Vermögenswerte unterscheiden. Wenn man die Entwicklung dieser virtuellen Währung auf die nächsten 5 Jahre hochrechnet, würde ihr Marktkapital mehr als 500 Billionen Dollar wert sein.

Allerdings ist der jüngste Erfolg dieser Kryptowährung nicht unbedingt von Dauer. Selbst wenn die Extrapolation seiner Leistung zu außergewöhnlichen Ergebnissen führt, bleiben sie surreal. Bevor man in diesem Fall investiert, ist es am besten, sich gut zu informieren, aber auch die Vor- und Nachteile unter Berücksichtigung der aktuellen Wirtschaftslage abzuwägen.

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